Anti-Rutsch-System · Industrie und Produktion

Loctite Anti-Rutsch-Systeme für Industrie, Produktion und Gewerbe

Industrielle Beschichtungs- und Reparatursysteme für anspruchsvolle Produktions-, Gewerbe- und Verkehrsflächen. Wir verbinden zwei Aufgaben, die in Betrieben oft getrennt behandelt werden: die Instandsetzung schadhafter Bodenflächen und die dauerhafte Verbesserung der Trittsicherheit.

  • Hohe Belastbarkeit für stark beanspruchte Betriebsflächen
  • Instandsetzung und Rutschhemmung aus einer Hand
  • Unterschiedliche Systeme für verschiedene Untergründe
Industrielle Anti-Rutsch-Beschichtung auf einer stark beanspruchten Produktionsfläche

Hohe Belastbarkeit

Ausgelegt für anspruchsvolle Industrieumgebungen und starke Beanspruchung.

Zwei Aufgaben, ein Betrieb

Instandsetzung schadhafter Flächen und Rutschhemmung im selben Ablauf.

System nach Untergrund

Unterschiedliche Systeme für mineralische und metallische Oberflächen.

Baustein im Arbeitsschutz

Rutschhemmende Böden unterstützen betriebliche Arbeitsschutzmaßnahmen.

Das System

Trittsicherheit und Instandsetzung in einem Arbeitsgang

Industrieböden werden anders beansprucht als Flächen im Wohn- oder Sanitärbereich. Staplerverkehr, Palettenanschläge, Späne, Öle, Kühlschmierstoffe, Reinigungszyklen und Temperaturwechsel hinterlassen Spuren: Kanten brechen aus, Fugen weiten sich, einzelne Betonbereiche werden mürbe. Auf einer solchen Fläche ist ein rein oberflächliches Nachbessern selten sinnvoll – die Ursache liegt im Untergrund.

Rutschhemmend beschichtete Bodenfläche in einem industriellen Referenzprojekt

Genau deshalb umfasst dieser Produktbereich zwei Aufgaben, die wir sachlich voneinander trennen und trotzdem gemeinsam planen. Die Instandsetzung bringt schadhafte Betonflächen, Ausbrüche, Kanten und Fugen wieder in einen tragfähigen Zustand. Die Rutschhemmung sorgt anschließend dafür, dass Verkehrs- und Arbeitsflächen dauerhaft trittsicher bleiben. Beides in einem abgestimmten Ablauf auszuführen spart Stillstandzeiten und vermeidet, dass eine frisch beschichtete Fläche kurz darauf erneut geöffnet werden muss.

Rutsch- und Stolperunfälle gehören zu den häufigen Unfallarten in Betrieben. Ein rutschhemmender Boden ersetzt keine organisatorischen Maßnahmen, ist aber ein wirksamer und dauerhaft wirkender Baustein im betrieblichen Arbeitsschutz – gerade dort, wo Nässe, Fett oder Späne regelmäßig auftreten.

Hinweis: „Loctite“ ist eine Marke der Henkel AG & Co. KGaA. Wiechert Service GmbH ist ein verarbeitender Fachbetrieb, der Systeme dieser Produktlinie einsetzt. Eine Herstellereigenschaft, Partnerschaft oder autorisierte Vertriebsbeziehung besteht nicht.

Einsatzbereiche

Wo industrielle Systeme ihre Stärken ausspielen

Überall dort, wo Flächen mechanisch stark beansprucht werden, häufig nass oder verschmutzt sind und trotzdem sicher begehbar bleiben müssen.

Produktionshallen

Fertigungsbereiche mit hoher Personenfrequenz, Maschinenbelastung und regelmäßiger Reinigung – dort, wo Trittsicherheit zum Tagesgeschäft gehört.

Werkstätten und Maschinenumfelder

Bereiche rund um Maschinen, Werkbänke und Anlagen, in denen Öle, Kühlschmierstoffe oder Späne auf den Boden gelangen können.

Lager- und Ladebereiche

Flächen mit Staplerverkehr, Kommissionierwegen und Übergängen nach draußen, wo Feuchtigkeit und Schmutz eingetragen werden.

Rampen und Laufwege

Geneigte Flächen, Verkehrswege und Übergänge, bei denen schon geringe Nässe die Trittsicherheit spürbar verringert.

Industrietreppen und Podeste

Stufen, Bühnen und Arbeitsplattformen, die häufig begangen werden und bei denen ein Fehltritt besonders folgenreich wäre.

Bekannte Gefahrenstellen

Punkte, die aus der Gefährdungsbeurteilung oder dem Unfallgeschehen bereits bekannt sind und gezielt entschärft werden sollen.

Geeignete Untergründe

Passende Systeme für industrielle Oberflächen

Im industriellen Umfeld treffen sehr unterschiedliche Oberflächen aufeinander: mineralische Flächen wie Beton und Estrichbeschichtungen, metallische Bauteile an Podesten und Treppen sowie ältere Bodenbeläge aus früheren Nutzungsphasen. Für diese Materialien kommen jeweils andere Systeme infrage.

Wir prüfen deshalb zuerst, in welchem Zustand die Fläche ist: Tragfähigkeit, Restfeuchte, Verschmutzungsgrad, vorhandene Altbeschichtungen und mechanische Schäden. Erst danach steht fest, ob eine Beschichtung aufgebracht werden kann, ob zuvor instandgesetzt werden muss oder ob eine mechanische Lösung besser geeignet ist.

Je nach System kommen unter anderem folgende Oberflächen infrage:

  • Beton
  • Epoxidharz
  • Polyester
  • Acryl
  • Keramikfliesen
  • Naturstein
  • Tränenblech
  • Stahlgitter
  • Gitterrost
  • PVC
  • Linoleum
  • weitere nach Prüfung
Detailaufnahme einer belastbaren rutschhemmenden Oberfläche in einem Industriebetrieb

Produktvorteile

Was diese Systeme im Industrieeinsatz auszeichnet

Der entscheidende Unterschied zu Standardlösungen liegt in der Auslegung auf Dauerbelastung. Die Systeme sind für Umgebungen gedacht, in denen eine Fläche nicht geschont wird, sondern täglich befahren, beladen, gereinigt und beansprucht wird – und in denen ein Ausfall der Fläche unmittelbar den Betriebsablauf trifft.

  • Hohe Belastbarkeit bei mechanischer Dauerbeanspruchung
  • Einsatz in anspruchsvollen Industrieumgebungen
  • Unterschiedliche Systeme für verschiedene Untergründe
  • Spürbare Verbesserung der Trittsicherheit auf Verkehrsflächen
  • Robuste und langlebige Ausführung
  • Instandsetzung schadhafter Betonflächen im selben Ablauf möglich
  • Ausführung abschnittsweise und nach Ihrem Betriebsplan
  • Ein fester Ansprechpartner von der Begutachtung bis zur Abnahme

Technische Einordnung

Systemtypen, Untergründe und Belastungsarten

Welches System zum Einsatz kommt, ergibt sich aus vier Fragen: Was liegt vor, wie wird die Fläche belastet, was muss vorher repariert werden und welche Rutschhemmung ist gefordert?

Systemtypen

Flächige Beschichtungssysteme für Verkehrs- und Arbeitsflächen sowie Reparatur- und Instandsetzungssysteme für schadhafte Bereiche. Beide lassen sich innerhalb eines Projekts kombinieren.

Untergründe

Mineralische Flächen wie Beton, Reaktionsharzbeschichtungen und Fliesen, dazu metallische Oberflächen an Podesten, Stufen und Rampen. Jede Materialgruppe verlangt eine eigene Vorbehandlung.

Belastungsarten

Staplerverkehr und Punktlasten, Abrieb durch Fußverkehr, Nässe und Betriebsstoffe sowie regelmäßige maschinelle Reinigung. Diese Angaben bestimmen die Systemwahl maßgeblich.

Instandsetzung

Ausbrüche, abgefahrene Kanten, offene Fugen und mürbe Betonbereiche werden vor der Beschichtung ausgebessert – sonst arbeitet der Schaden unter der neuen Oberfläche weiter.

Ehrlich zu technischen Kennwerten

Wir veröffentlichen an dieser Stelle bewusst keine allgemeinen R-Werte, Aushärtezeiten, Garantiezeiträume oder Materialkennwerte. Dieser Produktbereich umfasst mehrere Systeme mit unterschiedlichen Eigenschaften – eine pauschale Angabe wäre für Ihre konkrete Fläche wenig aussagekräftig und im Zweifel schlicht falsch.

Systemauswahl, dokumentierte Rutschhemmung und die zugehörigen technischen Datenblätter stimmen wir deshalb projektbezogen mit Ihnen ab. Die konkreten Prüfwerte ergeben sich aus dem jeweiligen Produkt- beziehungsweise Prüfzeugnis; maßgeblich ist heute die DIN EN 16165, die die frühere DIN 51130 abgelöst hat. Wenn Ihre Ausschreibung oder Gefährdungsbeurteilung eine bestimmte Bewertungsgruppe vorgibt, nennen Sie sie uns bitte vorab – dann prüfen wir gezielt, welches System diese Anforderung nachweislich erfüllt.

Ablauf

So läuft die Ausführung in Ihrem Betrieb ab

Wir planen den Ablauf so, dass Ihr Betrieb möglichst wenig unterbrochen wird – in Abschnitten, am Wochenende oder in Produktionspausen.

01

Begutachtung vor Ort

Wir sehen uns die Fläche im laufenden Betrieb an, erfassen Zustand, Schäden, Belastung und Reinigungsroutine und klären die Anforderungen aus Ihrer Gefährdungsbeurteilung.

02

Systemauswahl und Angebot

Sie erhalten eine Empfehlung mit den zugehörigen technischen Unterlagen, einen Vorschlag zur Abschnittsplanung und ein unverbindliches Angebot.

03

Vorbereitung und Instandsetzung

Die Fläche wird gereinigt und vorbereitet, schadhafte Bereiche, Kanten und Fugen werden ausgebessert. Erst ein tragfähiger Untergrund trägt eine dauerhafte Beschichtung.

04

Auftrag und Freigabe

Das System wird aufgebracht und aushärten gelassen. Anschließend übergeben wir die Fläche gemeinsam mit den Pflegehinweisen zur Wiedernutzung.

Pflege und Grenzen

Reinigung, Pflege und Grenzen des Systems

Eine rutschhemmende Fläche bleibt nur dann wirksam, wenn sie regelmäßig und richtig gereinigt wird. Und sie ist nicht für jede Situation die richtige Antwort.

Reinigung und Pflege

Eine rutschhemmende Oberfläche ist strukturierter als eine glatte Fläche. Das ist gewollt – bedeutet aber, dass sich Schmutz, Fett und Betriebsstoffe stärker festsetzen können. Wird nur oberflächlich gewischt, bildet sich mit der Zeit ein Film, der die Trittsicherheit wieder herabsetzt. Die Wirkung geht dann nicht verloren, weil das System nachlässt, sondern weil es zugesetzt ist.

  • Regelmäßige Reinigung nach festem Intervall einplanen
  • Reinigungsmittel und Maschinenausstattung auf das System abstimmen
  • Rückstände von Öl und Fett zeitnah entfernen
  • Produktspezifische Pflegehinweise erhalten Sie bei der Übergabe

Was diese Systeme nicht leisten

Kein Anti-Rutsch-System macht eine Fläche unfallfrei. Rutschhemmung verringert die Wahrscheinlichkeit eines Ausrutschens, sie ersetzt aber weder geeignetes Schuhwerk noch Reinigungsorganisation, Kennzeichnung oder Unterweisung. Wir versprechen deshalb keine Rutschfreiheit, sondern eine nachvollziehbar verbesserte Trittsicherheit.

Auch technisch gibt es Grenzen: Ein Untergrund ohne ausreichende Tragfähigkeit, eine durchfeuchtete Bodenplatte oder eine ablösende Altbeschichtung müssen zuerst saniert werden. In solchen Fällen sagen wir Ihnen das offen – auch wenn daraus zunächst ein größerer Umfang entsteht als erhofft.

Ob eine Fläche geeignet ist, entscheiden wir erst nach der Begutachtung vor Ort und nicht anhand einer Ferndiagnose.

Referenzen

Einblicke in ein ausgeführtes Industrieprojekt

Aufnahmen aus einem industriellen Referenzprojekt: Verkehrsflächen, Übergänge und Arbeitsbereiche nach der Behandlung.

Rutschhemmend beschichtete Verkehrsfläche in einer Produktionshalle nach der Ausführung

Verkehrsflächen in der Produktion

Industrieller Laufweg mit rutschhemmender Beschichtung im Maschinenumfeld

Laufwege und Maschinenumfeld

Bearbeiteter Bodenbereich mit instandgesetzter Fläche und rutschhemmender Oberfläche im Industriebetrieb

Instandsetzung und Beschichtung

FAQ

Häufige Fragen aus Industrie und Gewerbe

Sie planen eine konkrete Fläche und haben technische Rückfragen? Sprechen Sie uns an – wir beantworten sie sachlich und unverbindlich.

Er umfasst zwei Aufgaben, die im Industriealltag oft zusammenfallen. Zum einen industrielle Anti-Rutsch-Beschichtungen, die die Trittsicherheit auf Verkehrs- und Arbeitsflächen verbessern. Zum anderen Reparatur- beziehungsweise Instandsetzungssysteme, mit denen schadhafte Betonflächen, ausgebrochene Kanten und offene Fugen vor der eigentlichen Beschichtung wieder tragfähig gemacht werden. In vielen Projekten kommen beide Schritte nacheinander zum Einsatz.
Nein. „Loctite“ ist eine Marke der Henkel AG & Co. KGaA. Wiechert Service GmbH ist ein verarbeitender Fachbetrieb, der Systeme dieser Produktlinie einsetzt. Wir stellen die Produkte nicht her und treten weder als Vertragspartner noch als autorisierter Vertriebspartner des Herstellers auf. Unsere Leistung ist die fachgerechte Beurteilung, Auswahl und Ausführung vor Ort.
Je nach System kommen unter anderem Beton, Epoxidharz, Polyester, Acryl, Keramikfliesen, Naturstein, PVC, Linoleum sowie metallische Oberflächen wie Tränenblech, Stahlgitter und Gitterrost infrage. Entscheidend ist neben dem Material vor allem der Zustand der Fläche: Tragfähigkeit, Restfeuchte, Verschmutzung und vorhandene Altbeschichtungen prüfen wir vorab.
Das lässt sich nicht pauschal beantworten, weil dieser Bereich mehrere Systeme mit unterschiedlichen Eigenschaften umfasst. Die konkreten Prüfwerte ergeben sich aus dem jeweiligen Produkt- beziehungsweise Prüfzeugnis; maßgeblich ist heute die DIN EN 16165, die die frühere DIN 51130 abgelöst hat. Wenn für Ihre Fläche eine bestimmte Bewertungsgruppe gefordert ist, nennen Sie uns diese bitte vorab – wir stimmen dann System und Datenblatt gezielt darauf ab.
Ja, und in vielen Fällen ist das sogar die Voraussetzung für ein dauerhaftes Ergebnis. Ausbrüche, abgefahrene Kanten, offene Fugen und mürbe Bereiche werden vor der Beschichtung ausgebessert. Wird dieser Schritt übersprungen, arbeitet der Schaden unter der neuen Oberfläche weiter und zeigt sich nach kurzer Zeit erneut.
Nicht zwingend die gesamte Produktion. In der Regel arbeiten wir abschnittsweise, sodass angrenzende Bereiche weiterlaufen können. Zusätzlich lassen sich Arbeiten in Produktionspausen, Schichtwechsel oder an Wochenenden legen. Wie lange ein Abschnitt nicht begehbar ist, hängt vom eingesetzten System ab – den konkreten Zeitrahmen nennen wir Ihnen vor der Ausführung, damit Sie verlässlich planen können.
Rutschhemmende Oberflächen sind strukturierter als glatte Böden, deshalb können sich Schmutz und Betriebsstoffe stärker festsetzen. Planen Sie ein festes Reinigungsintervall ein und stimmen Sie Reinigungsmittel sowie Maschinenausstattung auf das System ab. Die produktspezifischen Pflegehinweise erhalten Sie von uns bei der Übergabe der Fläche.
Sie schildern uns Fläche, Nutzung und Problemstellung – telefonisch, per E-Mail oder über das Kontaktformular. Anschließend begutachten wir die Fläche vor Ort, klären die technischen Rahmenbedingungen und die Anforderungen aus Ihrer Gefährdungsbeurteilung. Sie erhalten von uns eine Systemempfehlung mit den zugehörigen Unterlagen und ein unverbindliches Angebot.

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